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2017: Die Kolpingsfamilie im Frankenland

 

Die Kolpingsfamilie Schaag im Frankenland
Jahresausflug vom 03.09.17 - 10.09.17

Text und Fotos: Hans Dieter Heimes

Samstag, 02.09.17

Allen Reisenden wurde Gelegenheit gegeben, die Vorabendmesse in der Pfarrkirche St. Anna Schaag um 17.15 Uhr zu besuchen, um den Reisesegen zu empfangen.

Sonntag, 03.09.17

Gegen 6.00 Uhr morgens setzte sich der moderne Reisebus der Fa. Pelmter Nettetal vom Abfahrtspunkt Turnhalle Happelter Str. Schaag nach Breyell zum Haus Spielmanns in Bewegung, wo noch Gäste nebst Gepäck auf die Weiterfahrt warteten. Das Ziel hieß Hotel Am Kurpark - Späth, Bad Windsheim in Franken.

Zur Besichtigung von Aschaffenburg unterbrachen wir  die Route: Ein Stadtrundgang mit der in Augenscheinnahme des herrschaftlichen Schlosses Johannisburg rundete das beeindruckende Stadtbild ab. Etwa um 17.00 Uhr erreichte die Reisegruppe ihr Ziel und beschloss den langen Tag mit einem reichlichen Abendessen.

Montag, 04.09.17

Nach dem Frühstück folgten die Busreisenden dem nördlichen Teil der Romantischen Straße und besuchten als erstes das Unterzentrum in der Region Heilbronn - Franken: Weikersheim.

Kolping Schaag Reise 2017 Frankenland Bild 1

Das über der Stadt thronende fürstliche Schloss als Stammsitz der Herren von Hohenlohe wurde im Renaissance- Stil ausgebaut. Der prunkvolle Park mit unzähligen Figuren im Barock erfreut das Auge des Betrachters immer wieder.

Als nächste Station wurde Creglingen im Main-Tauber-Kreis aufgesucht. Hier interessierte vor allem eines der wichtigsten Werke der mittelalterlichen Holzschnitzkunst, der einzigartige Marienaltar von Tilman Riemenschneider in der Herrgottskirche. Nach der kleinen Exkursion stand ein Stadtrundgang in Windsheim bis zum Abendessen auf dem Programm.

Kolping Schaag Reise 2017 Frankenland Bild 2 Breitbild

Die Kur- und Quellstadt befindet sich im mittelfränkischen Landkreis Neustadt und profitiert von Tourismus und Kulturschätzen. Die mittelalterliche Altstadt bleibt dem Fremden in guter Erinnerung,  zudem bieten  Heilquellen, Thermen und Kliniken Gesundung, Ruhe und Erholung.

Dienstag, 05.09.17

Diese Tagesfahrt hatte die kreisfreie Stadt Würzburg und ihre Sehenswürdigkeiten als Zielsetzung. Unterfrankens Regierung und die Bediensteten des Landratsamtes haben sich in dem Oberzentrum nieder gelassen, zu dem ist die Residenzstadt Sitz des Bischofs der Diözese Würzburg der römisch katholischen Kirche. Besondere Aufmerksamkeit erregte die prächtige Residenz, die reich geschmückte Hofkirche und der kunstvoll geplante Hofgarten mit seinen in Blüte stehenden  Pflanzen und ansprechenden Figuren.

Das Hauptaugenmerk richtete sich natürlich auf die fürstliche Residenz: Das Genie Balthasar Neumann plante und schuf die weitläufige Anlage im Verein mit vielen angesehenen Künstlern. Die Bomben verschonten auch die großartige Architektur nicht. Dennoch gelang es im Wiederaufbau die alte Pracht und  Herrlichkeit nochmals neu erstehen zu lassen. Ebenfalls gilt das für den Dom St. Kilian und die Schönborn-Kapelle.  Danach traten wir am späten Nachmittag die Rückreise ins Hotel zum wohlverdienten Abendbrot an.

Mittwoch, 06.09.17

An diesem Morgen nahmen wir, kräftig gefrühstückt, die südliche Route der Romantischen Straße in Angriff. Die Rundreise sollte uns in die sehenswerten Städte Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg ob. der Tauber bringen.

Kolping Schaag Reise 2017 Frankenland Bild 3

Dinkelsbühl :  Manche Historiker feiern den Einblick in vergangene Epochen als einmalige Gelegenheit, Leben und Treiben der damaligen Bevölkerung nach zu vollziehen. Tatsächlich fühlt man sich in der historischen Altstadt ins 15./16. Jahrhundert versetzt. Der sach- und fachkundige Reiseleiter Herr Gerhard Hoffritz, der uns seit Montagmorgen mit Rat und Tat zur Verfügung stand, führte die Kolping-Gruppe zu den steinernen Zeugen längst vergangener Zeiten. Eine gut erhaltene wuchtige Stadtmauer legt sich schützend um die Wohnquartiere. Auf dem Stadtrundgang trifft man immer wieder auf Türme und wehrhafte Toreingänge. Im Gegensatz dazu die wundervoll verzierten Patrizierhäuser wie der "Hezelho" oder das "Deutsche Haus". Sie ließen auf blühenden Handel, Gewerbe und fleißige Handwerker schließen.

In Feuchtwangen, Landkreis Ansbach, wurde bei Kaffee und Kuchen eine Mittagspause eingelegt.  Danach schauten wir uns den interessanten Stadtkern mit Marktplatz und den 1726 erbauten Röhrenbrunnen an. Darüber hinaus waren uns die Stiftskirche nebst spätgotischem Marienaltar, der romanische Kreuzgang und die benachbarte Johanniskirche einen  Besuch wert.

Die alte Reichsstadt Rothenburg atmet noch Mittelalter und Renaissance. Imposante Wehranlagen, klobige Mauern, wuchtige Türme aus schwerem Felsgestein, erinnern an Perioden der Bedrängnis und höchster Not. Aber auch reich geschmückte Fachwerkhäuser mit vergoldeten Zunft-Emblemen verweisen unmissverständlich auf reiche Händler und Bürger hin. Besonders ansprechend war der Giebel der Ratstrinkstube mit der Kunst-Uhr auf dem Markt. Mit einiger Geduld kann  man die Figur des Bürgermeisters sehen, der den "Meistertrunk" nach der Überlieferung macht und dadurch die Stadt vor Verwüstung und Brandschatzung in den Kriegswirren bewahrte.  Ansonsten betrachteten die Gäste der Stadt den gesamten Stadtkern, die mittelalterliche Altstadt und vor allem die gotische St. Jakobs Kirche mit dem wertvollsten Kleinod der Kommune, den Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, in Ehrfurcht.

Nach Besichtigung der Wehrkirche St. Wolfgang, bestehend weitgehend aus starken Mauern, engen Schützenöffnungen, Haubitzen-Plattformen, einem Verlies und tiefen Kasematten, setzte sich die Schar mit dem Bus Richtung Hotel in Windsberg in Bewegung.

Donnerstag, 07.09.17

An diesem Morgen wollten wir uns ein Bild von den Schlössern und Herrensitzen in der näheren Umgebung machen. U. a. interessierten uns die verschiedenen Stile und Ausformungen der Massivbauten in Sugenheim, Ullstadt, Scheinfeld, Prichsen und Volkach. Leider konnten nicht alle betreten werden - Privatbesitz! Norbert Lies, unser zuverlässiger Busfahrer, steuerte die ausgesuchten Orte an. Zum einen wurden religiöse Ausrichtung und harte Wehrtechnik mit einander verschmolzen, zum anderen gingen privates Leben und notwendige Selbstschutzmaßnahmen  eine Symbiose ein.

Die Barock Wallfahrtskirche mit der Gnadenkapelle Maria Hilf des Franziskaner-Minoritenklosters Schwarzenberg schlug viele in ihren Bann.

Auf der Weiterfahrt unterbrach die Reisegesellschaft durch einen ausgedehnten Spaziergang in der Stadt Prichsen ihre kulturelle Tour. Mittelalterliche Bezüge sind an allen Ecken und Kanten zu sehen:  solides Kopfsteinpflaster, Fachwerk und Steinhäuser, gewaltige Stadttore.

Einen einmaligen Blick auf die sogenannte Volkacher Mainschleife konnte man von einer Anhöhe über der Weinlandschaft gewinnen. Volkach besticht durch seine Zeugen aus der mittelalterlichen Historie. Die angebotene Freizeit nutzten die Reisenden zu mehr oder weniger ausgedehnten Spaziergängen oder Ruhezeiten.

Kolping Schaag Reise 2017 Frankenland Bild 4

Freitag, 08.09.17

Am 6. Tag in Windsheim sollten noch die Festung Lichtenau im Tal der fränkischen Reza, das kleine Städtchen Wolframs-Eschenbach, benannt nach dem berühmten Minnesänger, sowie die Städte Heilsbronn und Ansbach, die "Marktgräfliche Residenzstadt" in Mittelfranken, erkundet werden.

Kolping Schaag Reise 2017 Frankenland Bild 5

Gewaltige Steinquadern wurden zu mächtigen Wallanlagen, zu Laufgängen mit Geschützplateaus und stark befestigten Ecktürmen und Torbastionen verbaut. Insgesamt machte die ganze Anlage einen uneinnehmbaren Eindruck - dennoch wurde sie mehrmals von todesmutigen Männern erobert.

In Wolframs-Eschenbach liegt der wohl berühmteste Sohn der Stadt, Wolfram von Eschenbach, begraben. Sein Denkmal steht neben dem sehenswerten Renaissance-Rathaus auf dem Marktplatz. Der innere Ortskern wird von einer starken Wehrmauer umgeben, wie es im Mittelalter als Schutz üblich war. Bemerkens- und sehenswert ist auch das großzügig entworfene Münster, eine frühe Hallenkirche mit romanischen und gotischen Elementen.

In Heilsbronn machte die Truppe einen kurzen Halt, um sich die Relikte der früher einflussreichen Abtei der Zisterzienser anzusehen.

Im Laufe des Spätnachmittags erreichte die Reisegesellschaft die Residenzstadt Ansbach. Die Regierungshauptstadt kann auf eine stolze 1250 jährige Geschichte zurückblicken. Jedem wurde es selbst überlassen, die Stadt zu erkunden. Genügend Möglichkeiten boten sich dem Einzelnen ja an: das Baudenkmal Hofkanzlei, die Kirchen St. Johannis und St. Gumbert und die Residenz mit ihren 27 Prunkräumen, nicht aus zu lassen die gepflegte Orangerie im Hofgarten.

Auf der Heimfahrt ins Hotel Späth verabschiedete unser guter Geist Paul Syben herzlich den Reiseleiter Gerhard Hoffritz und dankte ihm für die vielen Stunden fachlicher Begleitung und Mühewaltung.

Samstag, 09.09.17

Kolping Schaag Reise 2017 Frankenland Bild 6An sich ein trauriger Tag für die Urlauber, denn nun hieß es Abschied nehmen. Den sogenannten "Busfreien Tag" nutzten viele zu langen Spaziergängen oder suchten die nahegelegenen Thermen auf.

Gegen 15.30 Uhr traf sich die ganze Gesellschaft bei einer gemütlichen Kaffeetafel in einem speziell reservierten Raum, denn der bisher benutzte Saal  war von einer großen Hochzeitsgesellschaft belegt. Später konnte man an der Vorabendmesse um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Bonifatius teilnehmen.

Am späten Nachmittag war die Reisegesellschaft zu einer exorbitanten Grillparty mit ausgesuchten Fleischgerichten, Salaten und Fassbier eingeladen. Der Hotelier als werdender Vater - seine Frau war kurz vor der Niederkunft - hat sich nicht lumpen lassen und spendierte mehrere Runden Bier und hochprozentige  "geistige Getränke".

Sonntag, 10.09.17

Nach dem Verladen des Gepäcks und weiterer Utensilien traten wir, frisch durch das Frühstück  gestärkt, um 9.30 Uhr die Heimreise an.

Von größeren Staus verschont, landete die Gruppe gegen 17.00 Uhr in der Heimatstadt Nettetal. Dem Organisator und Chefplaner Paul Syben sowie seiner Frau Maria wurde der einhellige Dank für seine fürsorgliche Aufmerksamkeit während der ganzen Fahrt ausgesprochen. Ebenfalls lobte man den Busfahrer Norbert Lies für seine Fahrkünste.

Besonders hervorzuheben ist einerseits bei Paul Syben, dass er aus tiefer Überzeugung um Gottes Segen am Anfang und Ende jeden Ausflugs bat und mit einer kleinen Meditation schloss. Andererseits stellte er zum besten Vergnügen der Zuhörer sein schauspielerisches Talent unter Beweis. Sein Auftritt als französischer Künstler "Pierre aus Paris" mit seiner Assistentin "Jaqueline" (Maria Syben) bleibt  unauslöschlich.  Unser aller Dank gilt auch Manfred Selder, der ständig im Bus tätig war und allerlei Getränke heran brachte.

Nicht übergehen darf der Chronist die Beiträge von Waltraud Rothkugel, die für hervorragende Unterhaltung und gute Stimmung  sorgte.

 

Hans Dieter Heimes

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