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Ostern - Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi

(Foto: Auferstehung Christi, Ausschnitt aus dem Hochaltar
in der Pfarrkirche St. Anna Schaag, Aufnahme: Sascha Langen)

Ostern (lateinisch: pascha; von hebräisch: pessach) ist die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu, der nach christlicher Überlieferung als Sohn Gottes den Tod überwunden hat.

Da die Heilsereignisse dort in eine Passachwoche fielen, bestimmt der Termin dieses beweglichen jüdischen Hauptfestes auch das Osterdatum: Es fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, im Gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April.

In der Alten Kirche wurde Ostern als Einheit von Leidensgedächtnis und Auferstehungsfeier in der Osternacht begangen („Vollpascha"). Ab dem 4. Jahrhundert wurde das höchste Fest im Kirchenjahr als Drei-Tage-Feier (Triduum Paschale)historisierend entfaltet. Die Gottesdienste erstrecken sich seitdem in den meisten Liturgien von der Feier des Letzten Abendmahls am Gründonnerstagabend - dem Vorabend des Karfreitags - über den Karsamstag, den Tag der Grabesruhe des Herrn, bis zum Anbruch der neuen Woche am Ostersonntag.

Mit diesem beginnt die österliche Freudenzeit („Osterzeit"), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. Im Mittelalter entwickelte sich aus dem ursprünglichen Triduum ein separates Ostertriduum, das die ersten drei Tage der Osteroktav von der restlichen Feierwoche abhob. Später wurde dieser arbeitsfreie Zeitraum verkürzt, bis nur noch der Ostermontag als gesetzlicher Feiertag erhalten blieb.

Der im Deutschen gebräuchliche Name Ostern ist altgermanischen Ursprungs und hängt wohl mit der Himmelsrichtung „Osten" zusammen: Der Ort der aufgehenden Sonne gilt im Christentum als Symbol des auferstandenen und wiederkehrenden Jesus Christus.

In vielen Ländern gehören Osterbräuche vorchristlicher Herkunft zum Osterfest.

Mehr dazu erfahren Sie z.B. unter diesen Links

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Der Osterfestkreis - Teil des katholischen Kirchenjahres

Von der Karwoche bis Pfingsten

Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche, die Karwoche. Kara, das hieß im Althochdeutschen Klage, Trauer - und davon ist diese Woche geprägt. Sie beginnt mit der Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem die Menschen ihm noch zujubelten.

Am Gründonnerstag denken wir an Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern, bei dem er die Worte sagte, die wir in unseren Eucharistiefeiern wiederholen. Grün-Donnerstag, das hat nichts mit der Farbe zu tun, sondern kommt von greinen, weinen. Gemeint waren die  Büßer, die zu Beginn der Fastenzeit aus der Kirche vertrieben wurden und nicht an der Eucharistiefeier, sondern nur am Wortgottesdienst teilnehmen durften. Am Gründonnerstag wurden sie wieder aufgenommen. Heute ist er geprägt von der Feier des letzten Abendmahls Jesu, der  Einsetzung der Eucharistie. In vielen Kirchen erinnert man sich an diesem Abend auch daran, dass Jesus an diesem letzten Abend seinen Jüngern wie ein Sklave die Füße wusch.

Das letze Abendmahl - Leonardo da Vinci                                Das letzte Abendmahl - Gemälde von Leonardo da Vinci

Der Karfreitag, die Erinnerung an den Kreuzestod Jesu, wurde lange Zeit in der Kirche nicht mit Gottesdiensten begangen. Es wurde gefastet. In der Jerusalemer Gemeinde bildete sich ab dem vierten Jahrhundert dann die Tradition heraus, in einer Prozession an Jesu Kreuzweg und  seinen Tod zu erinnern. Daran schloss sich allmählich ein Gottesdienst an.

Dann ist es endlich so weit: wir dürfen Ostern feiern, den Mittelpunkt, das wichtigste christliche Fest. Das Wichtigste? Ist das nicht  Weihnachten? Bei uns hier ist das so: Weihnachten stellt alles in den Schatten - und Ostern läuft hinterher. Doch die Reihenfolge ist falsch: ohne Ostern, ohne Jesu Auferstehung hätten wir überhaupt keinen Grund, Weihnachten zu feiern. Ostern ist das älteste Fest, vermutlich  das erste, das die Christen im Ablauf eines Jahres überhaupt gefeiert haben. Zuerst war jeder Sonntag Ostern, an jedem Sonntag wurde die Auferweckung Jesu gefeiert - und dann entstand die jährliche Osterfeier. Seit dem Konzil von Nicäa 325 einigten sich dann die meisten Kirchen auf  einen Termin: Immer der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang: das war das Datum für das Osterfest. Ostern war lange Zeit der einzige Tauftermin im Jahr. Hier begann das neue Leben.

Die zu Ostern Getauften trugen eine ganze Woche lang ihre weißen Taufgewänder, die sie erst am ersten Sonntag danach wieder ablegten - deshalb also der Weiße Sonntag, an dem viele Gemeinden die Erstkommunion der Kinder feiern. Der vierte Sonntag der Osterzeit ist  der Sonntag des Guten Hirten, an dem die Kirche auch den Weltgebetstag für die geistlichen Berufe begeht.

(nach Monika Elsner - BuH)

Ostern dauert 50 Tage, reicht bis Pfingsten - so wie im Judentum zwischen Passahfest und dem Wochenfest 50 Tage lagen. Der fünfte und sechste Sonntag der Osterzeit bereiten mit Teilen aus der Abschiedsrede Jesu aus dem Johannesevangelium auf den Abschied  vor, den wir am Donnerstag danach feiern: Christi Himmelfahrt - Abschied, aber auch ein neuer Anfang: Jetzt tragen die Jünger und Jüngerinnen die Botschaft von der Auferstehung weiter. Dass sie dabei nicht allein bleiben, das hatte Jesus ihnen versprochen. Am   siebten Sonntag der Osterzeit geht es um die Bitte Jesu für die Jüngerinnen und Jünger.  

Und dann ist Pfingsten - der Lebensatem Gottes, der Sturm fegt die Angst der Jünger und Jüngerinnen, ihre Unentschlossenheit, ihre Trauer und Einsamkeit entschlossen weg. Sie singen, loben Gott, erzählen - und taufen - die Geschichte der Kirche  beginnt. Deshalb ist Pfingsten so etwas wie der Geburtstag der Kirche. Regelmäßig und fast überall gefeiert wurde es ab dem Ende des 4. Jahrhunderts, fast so alt wie Weihnachten, aber sehr viel weniger bekannt. Dabei haben wir ihn oft so nötig - den langen Atem Gottes, wenn  wir nach Ostern immer wieder neu den Weg zum neuen Leben suchen.


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Die österliche Fastenzeit mehr dazu...
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