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Die Aufgaben der Messdiener/innen

 

„Wer mir dienen will, der folge mir nach!" - In Anlehnung an diesen Aufruf unseres Herren Jesus Christus aus dem Johannesevangelium haben sich in unseren Pfarrgemeinden viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für den Ministrantendienst bereit erklärt und üben ihn aus.

Hauptanliegen der Ministranten ist die Mitgestaltung und aktive Mitfeier der Liturgie durch die Ausübung des Altardienstes bei den verschiedensten Anlässen. Hierzu zählen neben den regelmäßigen Gottesdiensten beispielsweise auch die Dienste bei Beerdigungen, Taufen oder Hochzeiten sowie die Begleitung von Prozessionen oder der jährlichen Wallfahrt  nach Kevelaer.

Ein weiteres Anliegen der Messdiener ist die aktive Kinder- und Jugendarbeit innerhalb ihrer Gemeinschaft.

Das Wort „Ministrant" kommt von demselben lateinischen Wort wie Minister, nämlich von „ministrare" (dienen). Manche Leute rümpfen die Nase, wenn sie das Wort Dienen hören. Wären sie gescheit, würden sie unterscheiden und nicht vorschnell urteilen. Es macht doch wohl einen Unterschied, ob jemand z.B. einer guten Sache dient oder einer schlechten. So wie sich Minister, die eine Regierung bilden, mit ihrer ganzen Kraft für die Menschen einsetzen sollen, so gilt dies auch für den Ministranten.

Der Dienst des Ministranten ist einer der ältesten in der Kirche. An ihm wird deutlich, was jedes Engagement für den Christen in der Kirche letztendlich sein soll: Dienst an Gott und den Menschen. Wer in einer Pfarrgemeinde Ministrant ist, seinen Dienst gern ausübt und ernst nimmt, macht deutlich, dass er an Jesus Christus glaubt, zu ihm gehören, in seiner Nähe sein will, nicht nur beim Dienst am Altar, sondern auch im täglichen Leben. Für ihn gilt der Anruf des Herrn: „Wer mir dienen will, folge mir nach!" (Joh 12, 26).

Den Messdienerinnen und Messdienern wird es in der heutigen Zeit wahrlich nicht leicht gemacht. Es gilt für sie mittlerweile nicht nur die eigene Bequemlichkeit zu überwinden, unsere moderne Zeit tut auch noch das ihre dazu. Es gibt kaum noch Vorbilder, die das Dienen vorleben. Eine ganz wichtige Aufgabe kommt hier der Familie zu, denn hier finden sie den nötigen Halt.

Messdiener sind eine große Hilfe im Gottesdienst. Sie unterstützen den Priester mit ihrem regelmäßigen Dienst bei der feierlichen Gestaltung der Messfeier und übernehmen somit  während der Gottesdienste stellvertretend für die ganze Gemeinde besondere Aufgaben. In allen Aufgaben tragen die Ministranten dazu bei, die Bedeutung des Gottesdienstes zu unterstreichen und Handlungen für die ganze Gemeinde zu tun.

Messdiener sein ist aber auch mehr...

Ministrant sein beschränkt sich nicht nur auf den Dienst in der Kirche. Messdiener sind auch eine Gemeinschaft in der kirchlichen Jugendarbeit. So ist die aktive Kinder- und Jugendarbeit innerhalb unserer Gemeinschaft ein großes Anliegen.

Regelmäßig unternehmen unsere Messdiener und Messdienerinnen Ausflüge und Aktionen. Über die Pfarrgrenzen hinaus beteiligen sich unsere Messdiener jährlich am traditionellen Messdiener-Fußballturnier der Region Kempen-Viersen. Besonderer Höhepunkt eines jeden Jahres stellt die große Messdiener- und Kinderchorfahrt als Dank für den Dienst am Altar dar. Hier verbringen sie zusammen ein verlängertes Wochenende mit viel Spiel, Spaß und Spannung.

Über ihren Dienst am Altar hinaus zeigen unsere Ministranten auch Engagement in unseren Pfarrgemeinden, so z. B. bei unseren Pfarr- und Dorffesten durch einen eigenen Stand oder durch die Mitarbeit in unseren kirchlichen Gremien.

Außerdem engagieren sie sich als Sternsinger in unseren Pfarrgemeinden und bringen so den Segen zu den Menschen und sammeln für Not leidende Menschen in der ganzen Welt. Auch die Ostersammlung wird ebenfalls von unseren Ministranten durchgeführt. Der Erlös ist ein Dankeschön für ihre Arbeit als Messdiener und Messdienerinnen und Kinderchorkinder und ist für die über das Jahr verteilten Gemeinsschaftsaktivitäten,  bestimmt.

Alle o.a. Fotos: Messe in St. Sebastian Lobberich mit allen Messdienern der GdG Nettetal anlässlich der Glaubenswochen 2009, Aufnahmen: Frank Hohnen.


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