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Allgemeines zum Bruderschaftswesen

im Folgenden wollen wir Sie  über die Entstehung der Bruderschaften, ihre Verbindung zur Kirche und über ihr Leitmotto "Glaube, Sitte, Heimat" informieren. 


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Die Bruderschaften in Vergangenheit und Gegenwart

(Text basiert auf einen Beitrag in der Festschrift der St. Anna und Hubertus Bruderschaft Schaag 2004 zu ihrem 200jährigen Bestehen mit Überarbeitungen und Ergänzungen durch die Redaktion)


Die Wurzeln der Bruderschaften liegen im fernen Mittelalter, einer Zeit, zu der viele Menschen heute kaum noch eine Beziehung haben. Im Urlaub begegnen wir alten Bauten, Schlössern und Burgen der damaligen Zeit. Wir bewundern ehrwürdige Dome, wie die in Xanten oder Köln. In dieser Zeit reichen auch die Ursprünge der Bruderschaften.

Im 13. Jahrhundert entstanden die ersten Schützenbruderschaften, die sich dem Schutz der Kirche und des christlichen Glaubens verpflichtet fühlten. Dabei ging es zum einen um die äußere Begleitung und Beschützung kirchlicher Feiern und Veranstaltungen, wie z. B. des Fronleichnamsfestes.

Noch wesentlicher war jedoch für das Selbstverständnis der Bruderschaften die Bewahrung und der Schutz christlicher Werte, wie sie deutlich werden in dem Leitspruch "Für Glaube, Sitte und Heimat".

Aber was bedeuten "Glaube, Sitte und Heimat" heute, in einer Zeit, in der vielen Menschen der Zugang zu christlichen Werten verloren gegangen, die Kirche ihnen fremd geworden sind? Sind die bruderschaftlichen Ideale in unserer gegenwärtigen Zeit nicht längst überholte Traditionen, leere Phrasen?

Glaube

Der christliche Glaube bekennt sich zu Gott, dem Vater und zu Jesus Christus, durch den wir zu Schwestern und Brüdern geworden sind. Das mag reichlich "fromm" klingen, ist aber hoch "politisch".

Der Glaube verweist die Bruderschaften nicht nur in den Kirchenraum zu festlichen Gottesdiensten, sondern motiviert die Mitglieder zu christlichem Bekenntnis in der Öffentlichkeit. So ist es nicht verwunderlich, dass politische Machthaber das öffentliche Bekenntnis von Christen immer wieder unterdrückten. Das hat schon Napoleon versucht. Er verbot jede öffentliche Betätigung der Kirchen. Die Nationalsozialisten verdrängten den Glauben ins Private und verfolgten und ermordeten bekennende Christen. So gilt es auch heute, als Bruderschaft in der Gemeinschaft der Christen den Glauben nach innen und außen zu bekennen.

Sitte

In diesem Zusammenhang ist auch das Ideal von Sitte und Moral für die Bruderschaften von großer Bedeutung. Auch heute haben die moralischen Verpflichtungen von sozialer Verantwortung und humaner Toleranz als Ausdruck christlicher Nächstenliebe grundlegende Wichtigkeit für die bruderschaftliche Identität. So schreibt z. B. der Hochmeister Graf Spee in der Schaager Festschrift 1979: "Was ist zu tun? Für unsere Jugend und für die Zukunft sollten wir aktiv Grundwerte und Menschenrechte mutig vertreten. Solidarität und Dienstbereitschaft fordert jeden von uns".

Heimat

Schließlich gibt es den Wert der Heimat zu betonen, nicht als rührselige Nostalgie vergangener Zeiten, sondern als lebendige Ausgestaltung unseres Gemeinschaftslebens. Dabei tragen gerade die Bruderschaften große Verantwortung für das Miteinander in unseren Gemeinde - in gegenseitiger Achtung und Akzeptanz aller Mitmenschen. In ihre langen Tradition haben die Bruderschaften immer wieder ihren sozialen und karitativen Charakter betont. Im Mittelalter haben Schützenbrüder unter Einsatz ihres Lebens Pestkranke aus der Stadt getragen und die Toten begraben, um die Mitbürger zu schützen (....). So haben auch die Bruderschaften unserer Gemeinden bis auf den heutigen Tag im Dienst der Gemeinschaft gestanden.

In einem zeitgemäßem Sinn bedeutet "Für Glaube, Sitte und Heimat" auch in der Gegenwart und Zukunft bruderschaftliche Aufgabe und Verpflichtung.

Das Bruderschaftsjahr

Der Ablauf des Bruderschaftsjahres ist eng mit dem Leben der Pfarre verbunden. Feiert oder trauert die Pfarre, sind die Schützenbrüder zur Stelle. Ob Fronleichnam, Erstkommunion, Kevelaer-Wallfahrt, Beerdigung oder Einführung des Pfarrers - im Festbild sind die Bruderschaftler mit ihren Uniformen ein vertrauter Bestandteil.

Das Leben der Bruderschaft dreht sich jedoch nicht nur um Uniformen, Marschieren und Präsentieren. In unserer Pfarre sind die Schützenbrüder eine wichtige Stütze für das Gemeindeleben. Wo Arbeit wartet, packen sie an und helfen und organisieren - z. B. beim Pfarrfest - oder sie arbeiten aktiv in den kirchlichen Gremien wie Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, Ortsausschüssen mit. Viele gehören auch anderen Vereinen der Pfarre an: Kolpingfamilie, Kirchenchor oder St. Martin-Verein.

 In den Jubiläumsfestschriften der Bruderschaften lesen wir auch Berichte über gemeinschaftliche Unternehmungen, Feiern und Episoden der Bruderschaft oder ihrer Züge. Hinter solchen Zeilen stehen vielfach Befindlichkeiten wie: "Geselligkeit und Spaß", "Geborgenheit und Orientierung", "Heimat in einer oft anonymen Gesellschaft", "cool dazu zu gehören", "verbunden mit der Geschichte des Dorfes", "die Bruderschaft ist für uns die Brücke zur christlichen Botschaft und zur Kirche". 


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Gliederung einer Schützenbruderschaft

Den Vorsitz in der Bruderschaft führt der Brudermeister oder die Brudermeisterin. Er/Sie wird regelmäßig durch die Mitglieder mit dem weiteren Vorstand gewählt. Brudermeister und weitere Vorstandsmitglieder bilden in der Regel den geschäftsführenden Vorstand. Geistliches Oberhaupt der Bruderschaft ist der Präses, in der Regel ist dies der Ortspfarrer. Die Bruderschaftsmitglieder sind meistens in Zügen organisiert, die von einem Offizier, dem Zugführer angeführt werden. Zugführer sowie die weiteren Bruderschaftsoffiziere bilden das Offizierskorps. Ranghöchster Offizier ist der General (in Uniform erkennbar u.a. am roten Federbusch auf seinem Offiziershut). In manchen Bruderschaften wird ehrenhalber der Rang eines Generalfeldmarschalls verliehen. Einige Bruderschaften verfügen zudem über einen eigenen Spielmannszug, ein eigenes Tambourkorps oder eine Schießsportabteilung.

Nachwuchsförderung

Allen Bruderschaften gemein ist die Förderung des eigenen Nachwuchses, denn die jahrhundertealten Bruderschaftstradition und die Leitziele "Glaube, Sitte, Heimat" können nur weiter erhalten und gepflegt werden, wenn  junge Menschen sich bereit finden, sich aktiv in das Bruderschaftswesen einzubringen. Dazu dienen in den Bruderschaften u. a. die sog. Jungschützengruppen, in denen junge Menschen an das Bruderschaftswesen herangeführt und betreut werden, bis sie einem Zug beitreten oder selbst mit ihrer Gruppe einen eigenen Zug bilden können.

Neue Mitglieder sind in den Bruderschaften immer herzlich willkommen! Kontaktadressen zu den Bruderschaften in unseren Pfarrgemeinden sind auf unseren Seiten zu den einzelnen Bruderschaften zu finden.


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        Das St. Sebastianuskreuz

            Das nebenstehende Kreuz steht für den Schutzpatron vieler  
            Schützenbruderschaften, den Heiligen Sebastian.
            Sebastian war ein römischer Soldat und wurde zu einem   
            christlichen Märtyrer.
            Mehr dazu siehe Wikipedia - die freie Enzyklpädie: 

            http://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_(Heiliger)


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Über die Geschichte der Schützenbruderschaften informiert  Sie  auch Wikipedia - Die freie Enzyklopädie

                                          
                                           http://de.wikipedia.org/wiki/SchBCtzenbruderschaft

sowie die Internetseite des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften


                                          http://www.bund-bruderschaften.de/


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